Maulfäule

RingelnatterWenn die Schlange ihr Maul nicht mehr richtig schließt, liegt zumeist eine Maulerkrankung vor. Andere Hinweise auf Probleme in dieser Region sind Schleimbildung und Eiter, sowie im fortgeschrittenen Stadium auch Blutungen oder Abszesse – bis hin zum Zahnausfall. In der Fachsprache wird diese Krankheit Stomatitis genannt, der Tierarzt nennt sie auch Maulfäule.

Die Entstehung der Maulfäule

Ursächlich ist zumeist eine schlechte Hygiene bei der Schlangenhaltung, die einerseits das Immunsystem der Schlange schwächt und andererseits Bakterien das Leben leicht macht. Kommt es zu einer kleinen Verletzung der Maulschleimhaut – zum Beispiel durch einen spitzen Knochensplitter beim Fressen einer Maus oder auch durch Sägespäne in der Einstreu – dringen Bakterien durch die Wunde in die Schleimhaut ein. Meist handelt es sich dabei um Bakterien vom Typ der Pseudomonaden, in selteneren Fällen um Mycobacterium cheloni.

Die Symptome der Maulfäule

Zunächst zeigt sich die Schlange abgeschlagen und hat keine Lust zum Fressen. Erstes untrügliches Zeichen für eine Maulfäule ist die sogenannte Hyperämie, eine Rötung der Schleimhaut, gefolgt von weißlich-gelben Flocken, die sich in den Schleimhauttaschen und an den Zahnreihen sammeln. Zu diesem Zeitpunkt kann die Schlange auch ihr Maul nicht mehr richtig schließen. Spätestens nun muss die Schlange unbedingt in ärztliche Behandlung gegeben werden, da es sonst zu schweren Komplikationen kommen kann. Wird das Zahnfleisch angegriffen, droht der Schlange beispielsweise der Verlust ihrer Zähne. Auch kann es durch das Schlucken der infizierten Beläge zu Entzündungen der Lunge oder der Magen-Darm-Region kommen.

Wie wird die Maulfäule behandelt?

Der Tierarzt wird zunächst einen Abstrich machen um festzustellen, welches Bakterium die Erkrankung ausgelöst hat. Anschließend wird er ein passendes Antibiotikum per Injektion verabreichen. Damit ist es jedoch nicht getan: Das Antibiotikum muss der Schlange mehrmals täglich in Form einer Lösung auf die befallenen Stellen aufstrichen werden, nachdem diese gründlich mit 3%-iger Wasserstoffperoxid-Lösung gereinigt wurden. Außerdem sollte die Schlange zusätzliches Vitamin A und Vitamin C erhalten, um den Heilungsverlauf zu beschleunigen.

Neben der sorgfältigen Behandlung der Schlange selbst sollte auch das Terrarium gründlich gereinigt werden um die noch vorhandenen Bakterien auszurotten. Da die Maulfäule häufig durch schlechte Hygiene und Haltungsfehler ausgelöst wird, ist dies auch eine gute Gelegenheit die Haltungsbedingungen der Schlange zu überprüfen und zu verbessern.

Wird die Krankheit rechtzeitig entdeckt und behandelt, stehen die Heilungschancen recht gut. Wird sie jedoch erst spät behandelt, droht der Schlange der Verlust der Zähne oder sogar der Tod.

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