Rautenpython

Die Rautenpython gehört zu den sogenannten Riesenschlangenartigen, die mit den Boas zusammengefasst werden, auch wenn es sich neuen Untersuchungen zufolge um unterschiedliche Familien handeln. Innerhalb der Familie (morelia) ist die Morelia spilota genannte Art (auch Teppichpython genannt) aus Neuguinea und Australien das populärste Haustier. Da sie unter Artenschutz steht, müssen Käufer darauf achten, dass sie nachweisen können, ihre Schlange aus einer Zucht erworben zu haben. Außerdem ist die Rautenpython meldepflichtig. Ein weiterer Vertreter der Morelia-Familie ist übrigens die Grüne Baumpython, die durch ihre giftgrüne Farbe sehr auffällig ist.

Das Leben der Rautenpython

RautenpythonDie Rautenpython ist ein guter Einstieg in die Haltung von Riesenschlangen und relativ pflegeleicht. Die meisten Arten leben in trockenen Gebieten wie beispielsweise im südlichen Australien um Sydney herum. Die Art Morelia bredl tummelt sich sogar im knochentrockenen Inneren von Australien um Alice Springs herum. Andere Unterarten leben dagegen in den feuchten Regenwäldern von Nordaustralien und auf der Insel Papua-Neuguinea. Hier lebt auch die kleinste Vertreterin dieser Art, die Morelia spilota harrisoni, die es auf nur 150cm Länge bringt. Andere Arten können es auf drei oder sogar vier Meter Länge bringen, wobei dies jedoch eher selten vorkommt.

Die Rautenpython ist ungiftig und für den Menschen völlig ungefährlich. In Australien lebt sie häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen und ernährt sich in erster Linie von Mäusen, Ratten und anderen kleinen Säugetieren. Die meisten Rautenpythons bringen es auf ein durchschnittliches Lebensalter von 12 Jahren.

Die Haltung der Rautenpython

Zunächst einmal: Die Rautenpython mag es warm! Dies gilt zwar für alle Schlangen, aber für diesen Bewohner warmer Breitengrade ganz besonders. Das Terrarium sollte daher mit einer Bodenheizung ausgestattet sein und mit einer Beleuchtung, die dem Tier eine Wärme von bis zu 32°C tagsüber liefern. Auch nachts sollte die Rautenpython es warm haben – auf jeden Fall über 20°C.  Die Lichtquelle sollte 12-14 Stunden pro Tag aktiv seine.

Je nach Art muss natürlich auch an die entsprechende Größe des Terrariums gedacht werden – die kleine Morelia spilota harrisoni kommt gewöhnlich schon mit einem Terrarium von 150 cm Länge aus, bei den größeren Tieren muss mindestens mit 200cm Länge geplant werden. Außerdem muss das Terrarium hoch sein, da die Rautenpython gerne klettert und auf hohen Ästen sitzt. Etwa 80-100cm Höhe sind ideal – höher sollte es auch nicht sein, da dann die Gefahr besteht, dass das Tier irgendwann vom Ast fällt und sich verletzt. Außerdem kann der obere Bereich dann meistens nicht mehr ausreichend beheizt werden.

Als Futter eignen sich vor allem Mäuse, die entweder lebend oder als „Frostfutter“ gefüttert werden können. In der Regel reicht es, die Rautenpython alle 10 bis 14 Tage zu füttern. Sie ist jedoch als ziemlich gierige Fresserin bekannt und greift gerne zu, wenn sie öfter etwas angeboten bekommt – mit der Folge, dass sie entsprechend fett werden kann.

Die meisten Arten sind relativ friedlich, können aber durch ihren ewigen Hunger auch gerne mal zuschnappen, weil sie sich etwas zu essen erhoffen. Manche Tiere neigen auch zur Nervosität oder können aggressiv werden. Letztendlich sind die Rautenpythons in dieser Hinsicht jedoch so individuell wie Menschen – man kann Glück haben und ein friedliches Exemplar erwischen, oder ein nervöses Tier, das sich leicht angegriffen fühlt.

Terrarien:



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2 Gedanken zu „Rautenpython

  1. Hallo
    Der Schlangenkopf unter dem Titel das Leben eines Rautenpython, was ist das für eine Unterart?

    Danke und gruss Astrid

    • Hallo Astrid,
      das Bild stammt von einer Stockfotoseite (https://de.fotolia.com/id/3155549) . Es wird sich vermutlich um die Unterart „Morelia spilota spilota“ oder „M. s. cheynei“ handeln. Vielleicht hat jemand da einen besseren Überblick.

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